Fit im Kopf - aber wie? Demenz, Alzheimer & die größten Risiken
Shownotes
Löst ihr auch gerne Sudoku oder spielt Scrabble, um euren Kopf fit zu halten? Und wer erinnert sich noch an Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging?
Klar ist: Brain Games gibt es viele – und sie können durchaus helfen, das Gehirn zu trainieren. Aber sie allein schützen nicht vor der natürlichen Hirnalterung oder gar Demenz.
Warum das so ist und was wirklich einen Unterschied macht, erklärt in dieser Folge PD Dr. Matthias Pawlowski, Oberarzt und Leiter der Gedächtnisambulanz am UKM. Er spricht über die 14 wissenschaftlich anerkannten Risikofaktoren für Demenz – insbesondere für Alzheimer – und zeigt, wie wir unseren Alltag so gestalten können, dass wir möglichst lange geistig fit bleiben.
Dabei geht es nicht nur um Prävention, sondern auch um einen realistischen Blick: Was können wir selbst beeinflussen – und wo sind die Grenzen?
Ihr habt Anmerkungen, Fragen oder Themenvorschläge für unsere nächsten Folgen? Dann schreibt uns eine Mail an podcast@ukmuenster.de oder auf unseren Social-Media-Kanälen (@ukmuenster).
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:08: Hallo schön, dass ihr wieder zuhört und ich kann sagen heute könnt ihr hoffentlich eins zu eins gleich beim Hören von unserem Podcast profitieren.
00:00:16: Denn wir trainieren heute unser Gedächtnis oder zumindest beschäftigen wir uns damit wie wir möglichst lange einer Demenz vorbeugen können!
00:00:24: Ob Zuhörende alleine reicht, das weiß ich gerade noch nicht so richtig.
00:00:27: Aber vermutlich erklärt uns das gleich unser heutiger Gast.
00:00:31: Felia kannst du uns jetzt mal verraten ob in deinem recht jungen Alter schon mit Gehirnjogging oder Brain Games oder sowas?
00:00:37: Da gibt es ja auch die eine oder andere App!
00:00:39: Auf jeden Fall.
00:00:40: Also mit meinem Nintendo DS damals habe ich natürlich schon mit Dr.
00:00:43: Kawashimas Gehirnjogging versucht, mein Gehirnalter rauszufinden und mich geistig für zu halten.
00:00:48: Das ist jetzt aber auch schon wieder ein paar Jahre her!
00:00:51: Wer weiß wie alt mein Gehin jetzt wahrscheinlich wäre?
00:00:53: Trotzdem frage ich mich immer noch ganz oft ob ich mehr für meinen Gehirnen tun müsste gerade wenn man an das Thema Demenz denkt.
00:00:59: Ich hoffe also sehr dass unser heutiger Gast mir und euch ein paar gute Tipps geben kann.
00:01:03: Und das ist heute Privatdozent Dr.
00:01:06: Matthias Pavlovsky, Oberarzt und Leiter der Gedächtnisambulanz am UKM.
00:01:10: Hallo Herr Dr.
00:01:11: Pavlovski!
00:01:11: Schönen guten Tag.
00:01:12: ich freue mich sehr über die Einladung.
00:01:14: Der Gast Ich bin Oberarzen der Klinik für Neurologie da schon seit vielen Jahren betreut zum einen die neurologische Normalstation wo wir also das ganze Spektrum neurologischer Erkrankungen behandeln und zudem leite ich eben auch unsere speziale ambulanz für Gedechnestörungen Hauptaugenmerk.
00:01:31: Diagnostik und Behandlung von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen, also Gehirnerkrankung wie zu einer Demenz führen.
00:01:38: Ich fange jetzt mal weil Felia damit gerade in der Anmoderation angefangen hat und ich das nicht wusste.
00:01:42: aber es fällt mir spontan ein gibt es sowas wie einen Gehirnalter?
00:01:46: ist das messbar?
00:01:47: Naja dass das Gehirn ist eines von vielen Organen des Körpers und natürlich altert auch das Gehören.
00:01:53: das beginnt aber eigentlich schon Bei der Geburt.
00:01:55: Das Gehirn ist ein unheimlich plastisches Organ, wie viele andere Organe auch und das verändert sich im Laufe des gesamten Lebens.
00:02:02: Ob man jetzt von einem Gehirnalter speziell spricht, das führt auf den falschen Weg.
00:02:08: aber das Gehirnaalter natürlich mit dem Körper mit.
00:02:11: Ich komme drauf weil es gibt tatsächlich nicht wenige solcher Tests die dann suggerieren ihr Gehirne ist zehn Jahre jünger als sie selbst.
00:02:18: also
00:02:19: Ist das eher Humbo?
00:02:20: Kann man nicht wirklich messen.
00:02:21: Nein,
00:02:21: also zu so einem Schluss kommen wir zumindest in der klinischen Diagnostik selten.
00:02:25: Das
00:02:25: ist ja schon mal gut zu wissen an.
00:02:26: War das wahrscheinlich damals keine richtig gute Aussage und vielleicht ist mein Gehirn doch so alt wie ich tatsächlich bin.
00:02:31: Hoffentlich zumindestens!
00:02:32: Wie ist denn unser Gehirnen aufgebaut?
00:02:34: Also man kennt das ja ein bisschen.
00:02:36: Frontal-Lappen habe ich schon einmal gehört und dann noch ganz viele andere Sachen.
00:02:40: Also woraus besteht in unserer Gehirne eigentlich wirklich außer nur ... der Masse, die man sich auch vorstellen kann.
00:02:45: Ja also das ist richtig!
00:02:47: Das Gehirn besteht aus verschiedenen Gehirnenlappen, also aus neuroanatomischer Sicht unterteilt man ja das zentrale Nervensystem.
00:02:53: Es ist eine Kontinuität aus Gehirne und Rückenmark was direkt einander übergeht.
00:02:58: Das Gehirn selber wiederum besteht aus vier großen Lappen.
00:03:02: Das ist einmal der Frontalappen, der Schläfen-Lappen ,der Scheitelappen und auch der Occcipitalappen der ganz hinten sitzt.
00:03:09: dann gibt es noch den Hirmstamm und das Kleinhirn Und es ist aus neurophysiologischer Sicht wahrscheinlich schwierig, diese anatomischen Grenzen hart zu ziehen.
00:03:21: Denn alle Regionen sind sehr eng miteinander verbunden und durch verschiedene Schaltkreise... ...und da jetzt eine funktionelle Unterscheidung vorzunehmen, ist nicht unbedingt weiter sinnvoll.
00:03:34: Gibt es einen Teil des Gehirns in dem man Demenz messen kann?
00:03:37: Naja, es ist schon so.
00:03:38: Es gibt verschiedene... Erkrankungen des Gehirns, die zu einer Demenz führen.
00:03:42: Der Begriff Demenz ist ein klinisch definierter Begriff.
00:03:46: Das bedeutet nichts weiter als dass kognitive Einschränkungen langsam fortschreitend entstehen und irgendwann so stark ausgeprägt sind das sie mit den Alltagsfunktionen der betroffenen Person interagieren und beeinträchtigen.
00:03:59: Wenn das der Fall ist dann spricht man von einer Demens.
00:04:02: Dafür gibt es viele verschiedene Ursachen.
00:04:05: die mit Abstand häufigste Ursache, über die wir sicherlich auch noch näher sprechen werden.
00:04:09: Heute ist die Alzheimer-Krankheit.
00:04:11: aber es gibt noch viele andere Ursachen und je nachdem was die Ursache ist nimmt die Pathologie dieser Erkrankung in... ihren Ursprung an verschiedenen Stellen des Gehirns.
00:04:22: Ich habe eben zum Beispiel über den Schläfenlappen oder Temporalappen schon angesprochen und die wesentliche Aspekte der Alzheimer Pathologie beginnen,
00:04:31: z.B.,
00:04:32: in Teilen dieses Temporallappens Strukturellen Darstellungen des Gönns, zum Beispiel mit Kernspinnenverfahren gut nachvollziehen.
00:04:43: Jetzt ist das Gehirn ja eigentlich, würde ich sagen bei uns allen erstmal gleich angelegt?
00:04:47: Gibt es denn da auch Unterschiede, sage ich mal wie sich das dann entwickelt.
00:04:51: vielleicht also sowohl was als Alter angeht aber vielleicht auch das Geschlecht.
00:04:54: Also haben auch Männer und Frauen ein unterschiedliches Gehirnen und damit vielleicht auch Gedächtnis.
00:04:59: Sie sprechen ja verschiedene Faktoren an.
00:05:02: Das Alter haben wir kurz angesprochen, dass das Gehirn verändert sich im Laufe des Alters.
00:05:06: Ich frag manchmal, wenn ich Vorträge halte auch ganz gerne die Runde ... Wissen sie eigentlich in welchem Alter ist das Gehirn am größten?
00:05:15: Wann ist das gehirnvolumen am größtem?
00:05:17: Also richtig Masse!
00:05:18: Ja von der Masse her.
00:05:20: was denken die?
00:05:20: Keine Ahnung.
00:05:22: Ich würde jetzt mal so denken vielleicht in der Mitte des Alltags, ich weiß nicht, somit vierzig.
00:05:27: Ich glaube, man verliert ziemlich früh schon hier in Masse.
00:05:30: Die meisten Menschen antworten Mitte zwanzig oder Mitte vierzig weil man denkt da steht man grad so mitten im Leben und es trifft vielleicht die weisesten Entscheidungen.
00:05:40: wie auch immer tatsächlich ist das Gehirnvolumen schon im Alter von etwa vierzehn Jahren im Schnitt am größten und danach nimmt das gesamte Hirnvolum langsam ab das ganze Leben lang bis zum Tod.
00:05:51: Und allein daran sieht man, dass es eben doch sehr plastisch ist.
00:05:56: Allein die Neuroanatomie natürlich korreliert jetzt das Gesamthirmvolumen nicht mit kognitiven Fähigkeiten und anderen Dingen, die für uns im Alltag eine Rolle haben symbolisiert aber finde ich ganz schön, dass sie eben sehr plastische ist.
00:06:10: Natürlich gibt's auch geschlechtsspezifische Unterschiede oft... Es kommt ja auch auf die Frage, gibt es einen Unterschied in der Bezüglich des Risikos eine Demenzerkrankung zu entwickeln zwischen Männern und Frauen.
00:06:23: Das ist ja auch ein Punkt, der noch gar nicht so ganz abschließend geklärt ist.
00:06:27: Es gibt ja die eine Meinung, dass die Lebenserwartungen von Frauen einfach größer sind.
00:06:33: Da das Thema alter-alter ist und bleibt der größte Risikofaktor für Demenz erkranken und allein dadurch, dass Frauen im Schnitt älter werden haben sie per se schon mal ein erhöhtes Demenzrisiko.
00:06:43: Die Frage ist, ob das eben den Unterschied allein erklärt oder ob zusätzlich auch biologische Faktoren kommen.
00:06:48: Das ist gar nicht so ganz abschließend geklärt.
00:06:50: Hormonelle Komponente gibt es ja
00:06:52: auch?
00:06:52: Zum Beispiel Hormonnelle-Komponenten oder eben genetische Fektoren die über das zweite X-Kommosomen kommen.
00:06:59: Da gibt's verschiedene Ansätze.
00:07:01: aber ein ganz wesentlicher Punkt ist sicherlich dass die Unterschiede in der Lebenserwartung.
00:07:08: Wenn wir also das Größe gehen haben, wenn wir vierzehn sind.
00:07:11: Da können wir uns alle ja kaum noch irgendwie dran erinnern und es danach stetig und kontinuierlich abnimmt.
00:07:16: Wann kann man denn möglicherweise erste Verluste selber bemerken?
00:07:20: Ist das schon im mittleren Alter zwischen dreißig und vierzig?
00:07:23: fängt das da an?
00:07:24: Oder ist der Punkt, wo Menschen berichten häufiger im Leben so jetzt merke ich eine Veränderung bezüglich meines Gedächtnisses.
00:07:30: Ist er eher später gelagert?
00:07:31: Ich glaube das kann man gar nicht so allgemein sagen.
00:07:33: also ich glaube jeder Mensch kennt das von sich selber wenn man so zurück guckt.
00:07:37: Also ich denke auch mensch... ... zu Abiturzeiten oder danach im Studium noch ein Lernpensum... ... so lange geschafft hat, ist auf der einen Seite von der skirem Masse.
00:07:50: Wo man sich denkt das würde ich heute gar nicht mehr schaffen.
00:07:53: Andererseits denkt man Mensch irgendwie durch andere Mechanismen und Lebenserfahrungen und wenn wir es mal weiß halt... ... hat man andere Fertigkeiten dazu kommen um kommt vielleicht doch besser und schneller durchs Leben und zielgericht dadurch lebend als man das in dem früheren Alter kam.
00:08:06: also das heißt viele Dinge verändern sich ja das Gedächtnis wird wahrscheinlich in höherem Alter schlechter.
00:08:13: Ich sag mal so, wenn ich an die Patienten denke.
00:08:16: Die fast täglich bei uns in die Ambulanz kommen mit dem Thema kognitiver Defizite.
00:08:22: Das ist ein ganz häufiger Eingangssatz.
00:08:26: dass sie sagen, ich merke das sich vergesslicher werde bin mir aber selber nicht sicher.
00:08:29: Ich werd ja auch älter ob das nicht einfach völlig normal ist oder ob da schon eine Krankheit hintersteckt.
00:08:35: also es ist ne Frage die sich die Patienten dann typischerweise im Alter von und deswegen dann auch zu uns kommen, sodass wir das eben entsprechend untersuchen können.
00:08:48: Und letztendlich muss man sagen ... Das kann man ja vorwegnehmen.
00:08:52: Vielleicht der häufigste Satz, den ich höre, ist, kommt so oft vor, ich gehe in den Keller und bin unten angekommen und weiß gar nicht mehr, was ich eigentlich im Keller suchen wollte.
00:09:02: Diesen Satz den höre ich so oft im Alltag in der Ambulanz.
00:09:06: Und dass alleine sozusagen es ... Für sich allein genommen kein Zeichen für eine beginnende Demenzerkrankung, denn das geht uns allen so.
00:09:14: Das kennen Sie auch.
00:09:15: und wem ist das noch nicht passiert?
00:09:18: Und da gibt es natürlich viele solche kleine Dinge des Alltags die für sich alleine genommen eben darauf nicht hindeuten.
00:09:27: Ja,
00:09:27: das kann ja auch ein Phänomen des Multitasking sein.
00:09:30: also wenn ich ganz viel um die Ohren habe, ganz viel gleichzeitig machen muss dann passiert mir das tendenziell häufiger als wenn ich ausgeruht morgens aufstehe und weiß was ich tue.
00:09:37: Selbstverständlich!
00:09:38: Das ist natürlich so ein Fakt, das gilt für jeden Menschen.
00:09:44: Jeder Mensch hat gute und schlechte Tage.
00:09:46: Es ist allerdings so, dass beim Menschen mit Demenzerkrankungen es noch ausgeprägter.
00:09:50: Da sind die Fluktuationen zwischen guten und schlechten Tagen noch größer.
00:09:53: Also da spielen vor allem psychische Faktoren rein.
00:09:56: Wenn man also gerade psychisch entspannt ist dann fallen einem viele Dinge einfach viel leichter und man wirkt fast wie ein nicht erkrankter Mensch als jemand der gerade gestresst ist.
00:10:08: Und ja, wo dann solche Funktionen eben nicht mehr da sind.
00:10:12: Jetzt haben Sie grad schon gesagt ... das ist natürlich der Gedächtnisverlust und diese ersten Anzeichen ich weiß nicht mehr was ich machen wollte oder da merke ich dass mein Gedächnis vielleicht nicht mehr so mitmacht ein Anzeigen ist.
00:10:21: gibt es denn noch andere Anzeiche für Betroffene?
00:10:23: Oder vielleicht auch Angehörige die dann so da reinflogen?
00:10:25: man sagt ah da sollte man vielleicht das mal abklären lassen.
00:10:28: ganz klar also keine Demenzdiagnose ohne eine Fremd an einem Nese durch Angehöre die die betroffende Person im Alltag gut kennen und erleben, denn ein ganz wichtiger Baustein der Diagnose ist das man fremd an amnestisch objektiviert.
00:10:46: Dass man einen Progress hat also einen Fortschreiten der kognitiven Einschränkungen über einen längeren Zeitraum und niemand kann das besser beurteilen als enge Angehörige.
00:10:56: Und ich finde gerade der Hinweis von Angehöhrigen dass innerhalb einer und derselben Gespräche die gleiche Frage mehrfach wiederholt wird.
00:11:05: Das ist sozusagen aus den reinen anemnästischen Angaben besonders guter
00:11:09: Diskriminator.".
00:11:10: Jetzt machen sich dann ja vielleicht auch viele Gedanken, Mensch wenn jetzt meine Mutter, mein Vater, meinen Tante und mein Onkel an Demenz erkrankt sind, dann habe ich ja wahrscheinlich ein höheres Risiko.
00:11:20: Ist das so?
00:11:21: Wie sind die Verknüpfungen zwischen der Genetik und Demenz?
00:11:26: Genau!
00:11:28: Das kann man nicht wegdiskutieren.
00:11:30: Man muss sich allerdings auch immer sagen, na ja das gilt für ganz viele Erkrankungen des Menschen.
00:11:36: Also ich finde es gibt so viele Erkrankungen die verschiedenste Organsysteme betreffen wo es einfach so ist wenn enge Angrücke also Angrige ersten Grades das sind ja typischerweise Eltern geschwister Kinder an einer bestimmten Erkannung erkrankt sind dann ist es ganz oft so dass man selber a priori Auch ein etwas höheres Risiko hat diese Krankheit auch zu bekommen.
00:11:56: Das ist also überhaupt nichts Demenz oder Alzheimer Krankheit spezifisches.
00:12:01: Aber bei der Alzheimer-Krankheit ist das inzwischen ganz gut untersucht und das ist so, jüngere Schätzungen gehen davon aus dass wenn man erst gerade ich verwandte also zum Beispiel ein Elternteil was betroffen etwas nachgewiesen betroffen war hat dann dass man etwa eins Komma siebenfach erhöhtes Risiko hat auch an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken.
00:12:24: Diese Zahlenangaben, die variieren immer ein bisschen aber grundsätzlich ist diese genitische Komponente nicht wegzudiskutieren.
00:12:32: Mit diesem Wissen ausgestattet?
00:12:33: Also wenn ich weiß meine Eltern waren betroffen was kann ich denn präventiv eigentlich selber tun?
00:12:38: gibt es da irgendwie Risiken die ich abmildern kann?
00:12:41: und wenn ja wie?
00:12:42: Ja unheimlich viel.
00:12:43: also.
00:12:44: wir haben jetzt drüber gesprochen dass der wichtigste Risikofaktor ist das Alter.
00:12:48: je älter wir werden desto größer die Wahrscheinlichkeit, eine Demenzerkrankung zu entwickeln.
00:12:54: Und die Genetik ist eben auch ganz klar da.
00:12:57: und dann kommt die große Gruppe der modifizierbaren Risikofaktoren.
00:13:01: der Einfluss dieser, dieser gesamten Gruppe modifizierbare Risikofaktoren.
00:13:06: Der ist ähnlich groß wie die Genetik.
00:13:08: also diese Prozentzahlen, die da angegeben werden in der Literatur, die schwanken ein bisschen und man sagt ja natürlich die Summe aus Genetikum und und und modifiziert bei den Risikophaktoren Also Umwelt- und Lifestyle ist natürlich hundert Prozent und wahrscheinlich es genetik ein bisschen mehr, Umwelt ein bisschen weniger.
00:13:25: aber beide Faktoren spielen auch sehr zusammen.
00:13:27: deswegen kann man das gar nicht genau trennen.
00:13:31: Wenn man sich diese Gruppe anguckt, dann ist es immer hilfreich.
00:13:35: Weil da so viele verschiedene Faktoren sind um das Struktur reinzubringen wenn man sich an die Lancet-Kommission hält.
00:13:41: Diese
00:13:44: vierzehnfaktoren?
00:13:44: Ganz genau!
00:13:45: Die Lancet Kommission ist also eine Kommission, die sich regelmäßig trifft und die gesamte wissenschaftliche Literatur durchforstet nach wissenschaftlicher Evidenz für modifizierbare Risikofaktoren letztendlich mit dem Ziel, um die Demenz-Prevalenz auf der ganzen Welt zu senken durch Education.
00:14:07: sozusagen die Demenzerkrankung auf der ganzen Welt zu entsprechend reduzieren.
00:14:13: Und die letzte große Publikation dieser Kommission stammt aus dem Jahr, und da wurden vierzehn Risikofaktoren entsprechend benannt.
00:14:22: Die Sie uns jetzt natürlich aber auch nennen und erklären müssen?
00:14:25: Genau!
00:14:26: Wenn ich vierzehnt Faktoren aufzähle, meistens vergesse ich immer einen.
00:14:28: Wir versuchen es mal.
00:14:30: Also ganz vorne zählt dazu die Bildung, je mehr Bildung desto besser... Dann ist wichtig gutes Hören und gutes Sehen, also der sensorische Input.
00:14:40: Dann kommt die große Gruppe der kardiovaskulären Risikofaktoren.
00:14:44: dazu zählt Nikotinkommensum Bluthochdruck Diabetes mellitus adipositas Und auch das LDL-Kolesterin Also der der der Blutwert letztendlich die Konzentration des LDLs.
00:14:58: dann gehört dazu Luftverschmutzung Alkoholkonsum Schädelhirntraumata Depressionen, soziale Isolation und körperliche Aktivität.
00:15:09: Das ist ja eine ganz schöne Menge!
00:15:11: Also auf manches hat man ja auch nur unbedingt Einfluss wenn man jetzt vom Thema Luftverschmutzung beispielsweise denkt oder Schädel hier in Traumata das ist ja manchmal gar nicht so selbst beeinflussbar.
00:15:19: Ja es ist also interessant dass sie das als erstes ansprechen.
00:15:23: ich glaube diese Lancet-Kommission die macht ... geht das Ganze von einem sehr stringenten wissenschaftlichen Ansatz an und quantifiziert auch den Einfluss dieser einzelnen Faktoren.
00:15:37: Das ist allerdings schwer, immer auf den praktischen Alltag zu übertragen, denn die Lancet-Kommission guckt auf die Weltbevölkerung.
00:15:45: Und natürlich ist es die Wichtung wie viel man mit der Modifikation eines dieser Risikofaktoren reichen kann – sehr unterschiedlich!
00:15:53: Ob sie sich jetzt die Weltbepfölkungen angucken oder die deutsche Bevölkerung oder ein einzelnes Individuum mit persönlichen Risikofaktoren.
00:16:03: Das ist also ein Riesenunterschied, was man dann als besonders wichtig und... Zielführende der Volksversprechung letztendlich ansieht.
00:16:11: Ich denke gerade, weil sie es ansprechen dass der Punkt Schädel Hirntraum hat da naja ich finde da hat sich jetzt wenn nicht allein jetzt die Jahrzehnte meines Lebens zurückgucke in der Bevölkerung natürlich unglaublich viel getan.
00:16:25: Ich bin als Kind aufgewachsen und kein Kind in meinem Alter hat einen Helm beim Fahrradfahren getragen.
00:16:31: Ich bin als Kind früher gerne Skifahren gefahren mit meinen Eltern.
00:16:35: Niemand hatte auf der Piste einen Helm auf und wenn ich so zurückdenke, oh Mann was man da alles schon erlebt hat.
00:16:41: also ich glaube dass das der Einsatz von Helmen und was man damit an Schädelhirn Trauma vermeidet insgesamt doch sehr groß ist und für die Individuen, die von größeren Unfällen betroffen sind darf man das nicht unterschätzen.
00:16:55: Also ich glaube dass es gerade durchaus ein sehr wichtiger Punkt.
00:16:59: Das Thema Luftverschmutzung haben Sie angesprochen?
00:17:00: Na ja was bedeutet das eigentlich?
00:17:04: Was für einen Einfluss hat man darauf?
00:17:06: Man kann sagen, man kann aus Land ziehen.
00:17:07: Da ist die Luft besser vielleicht?
00:17:10: Die Studien, die das untersucht haben, die haben meistens geguckt wie ist sozusagen die Demenzinzidenz in der Bevölkerungsgruppe also mit unterschiedlich großem Abstand des Wohnortes zu einer viel befahrenden Straße?
00:17:25: und ja... Aber man muss auch sagen, im Vergleich zu den anderen Faktoren war der Gesamteffekt eher relativ klein.
00:17:34: Aber natürlich kann so weit es das einem möglich ist schon ein bisschen darauf achten, wenn man in der Stadt wohnt und nach einer viel befahrenden Straße wohnt.
00:17:43: Wie lüfte ich?
00:17:43: Das kann man sich natürlich schon achten.
00:17:45: Lüftet er sozusagen nach hinten raus oder zur Straße raus?
00:17:48: Es macht natürlich schon einen gewissen Unterschied!
00:17:50: Jetzt hatten wir das Thema körperliche Aktivität.
00:17:52: Wie sieht es denn mit geistiger Aktivitet aus?
00:17:54: Es spielt das da auch mit rein, also das eine ist ja ... Ich mein, körperlich ist der Kopf macht immer mit und der ist bei allem mitbeteiligt.
00:18:01: aber jetzt wenn ich was Kreatives mache kann das auch helfen
00:18:05: um
00:18:05: meinen Gedächtnis oder mein Gehirn in dem Falle länger fit zu halten?
00:18:09: Ja, ganz klar.
00:18:10: Ich glaub, körperliche Aktivitäten hätten noch nicht so richtig ...
00:18:13: Bei den Faktoren grad genau!
00:18:14: Genau.
00:18:16: Das sind beides ganz wichtige Punkte, also geistige Aktivität selbstverständlich.
00:18:21: Je mehr wir uns mit Dingen beschäftigen die uns Spaß machen und die uns eben auch fordern umso besser ist.
00:18:27: ganz klar
00:18:27: Gibt es denn da was für das Heilmittel?
00:18:30: wahrscheinlich ja nicht aber irgendwas wo man sagt ich würde jetzt denken Schach spielen is super gut weil das Intellektuell.
00:18:36: vielleicht würde ich denken und das fordert mein Gehirn jetzt mehr, als wenn ich nur ein Bild ausmahle.
00:18:41: Oder ist es egal was man macht so lange dass einem Spaß macht und vermeintlich das Gehirnen anregt?
00:18:48: Gute Frage also wahrscheinlich sowohl alles.
00:18:50: auch bin ja auch kein Neurophysiologe aber leihenhaft stelle ich mir das immer so vor auch mit der Metapher von Verkehrstraßen von Wenn wir über Autobahn oder Bahngleise sozusagen dies zu erhalten und zu bauen gibt sprechen.
00:19:05: erst Infrastruktur hat und ähnlich ist das ja bei neuronalen Netzwerken.
00:19:08: Es ist einerseits wichtig die Infrastruktur, die man hat zu erhalten.
00:19:13: Das heißt Wiederholung ist per se nicht schlechtes und tut dem Gehirn auch gut.
00:19:18: aber wenn es nur Wiederholungen ist dann ist es sicherlich auch nicht so effektiv wie wenn man sich immer wieder auf neue Dinge einlässt.
00:19:26: um jetzt beim Beispiel zu bleiben das heißt wenn man gerne Schach spielt glaub ich, sollte man ruhig weiter Schach spielen.
00:19:33: Das ist sicherlich gut und auch was Gutes für das Gehirn und noch besser ist.
00:19:37: wenn man dann aber sagt Mensch irgendwie zum Beispiel... Wenn man schon im höheren Alter ist, Mensch das Enkelkind kommt und hat jetzt ein neues Spiel geschenkt bekommen dass man sich dann auch nochmal auf ein neues Gesellschaftsspiel mit neuen Regeln einlässt.
00:19:49: Und das kann man natürlich genauso auf Sportarten oder ja oder kulturelle Dinge, oder sogar Sprachen.
00:20:00: Sonst war es auf alle Dinge des Lebens die einen irgendwie interessieren ausdehnen und genauso denke ich auch mit Sozialkontakten.
00:20:09: also man sagt ja sozial Kontakte sind unheimlich wichtig und Gespräche führen mit anderen Menschen und auch da macht das durchaus die Mischung wenn es eben nur der Lebenspartner ist, dann ist das gar nicht schlecht die Unterhaltung mit dem Lebenspartnern.
00:20:22: Und die sicherlich viel wertvoller als wenn man eben alleine lebt und den Lebenspartners nicht hat.
00:20:28: Aber noch besser ist es, wenn man zusätzlich eben täglich noch auf der Straße... ...mit den Nachbarn ein Pläuschchen hält und... ...auf diese Weise ins Kontakt kommt und noch besser isst wenn man mehrere enge Freunde hat und mit denen noch sehr tiefgründig spricht.
00:20:42: also das heißt jedes bisschen hilft Den genauen Einfluss, der ist ja unheimlich schwer messbar.
00:20:47: Das kann man ja wissenschaftlich gar nicht gut voneinander trennen.
00:20:51: aber all diese Faktoren spielen da sicherlich schon mit rein.
00:20:54: Wenn Neues wichtig ist, haben wir jetzt an mehreren Faktoren dargestellt.
00:20:58: Wie wichtig ist es denn, dass ich gleichzeitig, wenn ich meinen Gedächtnis, mein Gehirn trainieren will dieses neue auch mag?
00:21:05: Also wenn ich jetzt mein Leben lang zum Beispiel kein Sudoku gemacht habe weil also ich persönlich kann's nicht und willst nicht und lehne das für mich ab
00:21:11: ja
00:21:12: dann muss sich das wahrscheinlich mit sechzig-sebzig auch nicht wieder anfangen oder?
00:21:16: Zürich ganz genauso.
00:21:18: Die oft kommt die Frage dann auf in einer Sprechstunde was Hirnleistungstraining, was zum Beispiel bei Erkulterepoiten angeboten wird und ich glaube sowas ist grundsätzlich gut und sinnvoll.
00:21:32: Und das ist auch eine ganz wichtige Ressource für das Gesundheitssystem und kann für manche Betroffene gerade so im Stadium leicht gradiger kognitiver Veränderungen ein sehr sinnvoller und wichtiger Baustein sein werden.
00:21:45: wenn es aber um betroffende Patienten geht die genau wie sie sagen Mensch alle solche solche ich sag mal Also bessere Gehirnjogging-Aufgaben, wenn man jetzt sozusagen darüber spricht und sagt so was habe ich noch nie gemacht.
00:21:59: Und das ist für mich ein... Da zieht es sich mir innerlich schon zusammen bei dem Gedanken da hinzugehen.
00:22:05: Dann würde ich sagen, dass bringt nichts vor allem dann, weil man genug andere Themen im Leben hat und sowieso schon einen relativ ausgefüllten Kalender mit anderen Terminen.
00:22:15: Wenn es eben für einsame Menschen, das gibt es ja im Alter nun zu Hauf durch aus natürlich auch ein netter, fester Termin in der Woche sein kann.
00:22:24: Also insofern ich möchte das gar nicht kleinreden also ich finde es ist eine ganz wichtige Ressource aber eben nicht für jeden.
00:22:31: Ja
00:22:31: ich würde gerne nochmal auf die vierzehn Punkte zurückkommen weil da waren natürlich ganz viele Fragen stellen.
00:22:36: unter anderem war drin Depression.
00:22:38: Depression ist ja eng verbandelt mit dem Thema Einsamkeit.
00:22:42: gibt es sonst noch irgendwelche psychischen Bedingungen unter denen sag' ich mal Demenz besonders gedeihen würde?
00:22:48: Ja, also es ist richtig Einsamkeit.
00:22:51: Soziale Isolationen wenig sozial Kontakte ist ja ein Risikofaktor sowohl für Demenzerkrankungen wie auch für Depressionen.
00:23:00: Depression sind für sich wiederum auch ein Risikofaktor für Demenzerkrankung und den genauen relativen Anteil, wie man das voneinander auftrennen kann, ist glaube ich gar nicht möglich.
00:23:09: Und Depressionen entstehen nun auch aus den unterschiedlichsten Gründen Also ähnlich, wie wir das eben schon bei den Demenzerkrankungen auch hatten.
00:23:19: Es gibt natürlich auch sehr genetisch Determinierte Depressionserkrankung.
00:23:23: Das heißt da kann man nicht sagen Mensch durch viel Sozialkontakte vermeiden wir einfach Depressionen.
00:23:28: ganz so ist ja auch nicht mehr.
00:23:29: viele Menschen kriegen ja auch trotzdem eine Depression und dann ist es da glaube ich natürlich wichtig dass man die dann eben auch konsequent behandelt mit allen Möglichkeiten die eben die moderne Medizin da eben auch zur Verfügung hat denn auch das ist sicherlich im Umkehrschluss auch wieder Demenz präventiv, wenn man gegen Depressionen welcher Ursache oder welcher Triggerfaktoren auch immer möglichst konsequent vorgeht.
00:23:54: Ich habe letztens mal einen interessanten Artikel tatsächlich gelesen dass es inzwischen Erkenntnisse dazu gibt das frühe kindheitliche Psychotraumen auch in die Gruppe mitgehören die möglicherweise eine Demenz begünstigen.
00:24:06: stimmt aus?
00:24:06: Das mag sein!
00:24:07: Die Studien erkenne dazu kenne ich jetzt nicht im Detail ist so diese Gruppe von vierzehn Risikofaktoren, die jetzt im Moment von der Lancet-Kommission zuletzt aufgelistet wurden.
00:24:22: Auf keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
00:24:25: Das ist sozusagen ganz wichtig, sondern wie gesagt sie sind mit einer unheimlich hohen Stringenz durchgeführt worden.
00:24:32: das heißt es braucht viele Studien zu dem Thema, die in die gleiche Richtung deuten.
00:24:37: Es braucht Meta-Analysen und Interventionstudien, die also zeigen, dass man, wenn man einen Risikofaktor positiv adressiert auch eine Senkung der Demenzhäufigkeit erreicht.
00:24:50: Und es gibt neben diesen vierzehn Risikopfaktoren weitere Risikophaktoren für die einfach nicht ausreichende Evidenz... bisher vorhanden ist, wo möglicherweise zukünftige Forschung die aber liefern wird und die dann in Zukunft noch in diese Gruppe aufgenommen werden.
00:25:04: Genau
00:25:04: der Klassiker wäre ja Social Media zum Beispiel weil man das gar nicht prospektiv irgendwie vorher sagen kann welche Auswirkungen das alles haben wird.
00:25:11: Welche
00:25:12: Auswirkung haben Social Media?
00:25:13: Ja
00:25:14: Oder Medien generell, also ich mein früher hat im alle immer gelesen mehr.
00:25:18: und jetzt auch gerade die älteren Generation sitzen ja viel vom Fernseher.
00:25:21: Und konsumieren ja nur noch wie ... Welchen Einfuss hat das dann auf die Gehirnleistung am Ende des Tages?
00:25:26: oder auch Second Screening?
00:25:28: Das ist wieder die jüngere Generation wahrscheinlich eher... Also ich würde ja fast denken, Second Screenings gut weil ich meine, hier noch mehr Auslaste aber wahrscheinlich eher nicht, weil ich mich gar nicht auf eine Sache richtig konzentriere viele Fragen in einer.
00:25:43: Ja, also ich kann die Frage letztendlich nicht beantworten.
00:25:48: Ich glaube es kommt sehr darauf an wie man Social Media benutzt und ich denke das ist natürlich ein verantwortungsvoller Umgang mit Social Media durchaus das Gehirn eben anregen kann und jetzt endlich sogar präventiv wirken kann wenn es eher in Richtung sagen wir mal, Sucht geht und ja sehr lange fortgesetzten passiven Konsum sicherlich nachteilig ist.
00:26:19: Gibt es denn jetzt schon Zahlen?
00:26:20: Also ich meine ... Wir reden natürlich von Generationen die noch nicht das Alter erreicht haben.
00:26:23: wahrscheinlich aber hat Demenz oder die Erkrankung zugenommen in den letzten Jahren?
00:26:27: Hat man da irgendwelche Zahlen ob das mehr oder weniger geworden ist?
00:26:30: Jetzt nicht den Zusammenhang.
00:26:31: vielleicht unbedingt zur Mediennutzung.
00:26:32: Aber grundsätzlich wie sind die Zahlen von Lermans erkranken in Deutschland jetzt?
00:26:39: Es gibt natürlich zum einen die Zahlen von der Weltgesundheitsorganisation, die sich aber auf die Weltbevölkerung beziehen.
00:26:47: wo es die Zahlen von aus dem Jahr zwei Tausend neunzehn gibt, wo eben fünffünfzig Millionen Menschen weltweit von der Demenzerkrankung betroffen waren und dass diese Zahl in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigt.
00:27:00: Diese Projektionen, die Ende der zehner Jahre aber von der WHO gemacht wurden, beruhen im Wesentlichen darauf, dass man sich die Demografie anguckt also sozusagen die alternde Gesellschaft.
00:27:12: und wie groß ist der Anteil junger und alter Menschen?
00:27:15: Und wo wir wieder bei dem Risikofaktor alter sind, was da kaum oder gar nicht eingeflossen ist.
00:27:21: Ist aber eben der Einfluss der modifizierbaren Risikophaktoren.
00:27:24: und jetzt die jüngeren Schätzungen sind positiver.
00:27:28: Die gehen auch davon aus dass sich die Zahl der Demenzerkrankungen also das die Zahl steigt, aber dass sie eben nicht so stark steigt wie noch vor einigen Jahren gedacht weil einfach man diese Modifizierung den Risikovaktoren entsprechend adressiert.
00:27:41: Die Zahlen für Deutschland, da gab's vor einigen, ich glaub, im Jahr zwanzig war das eine Publikation.
00:27:46: Im deutschen Ärzteblatt mit einer Schätzung, dass zu dem Zeitpunkt in Deutschland insgesamt eins Komma acht Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung leben?
00:27:56: Mit ner jährlichen Neuerkrankungsrate also einer jährliche Inzidenz von etwa vierhunderttausend Menschen bei den über fünfundsechzigjährigen.
00:28:05: Das sind so die die zahlen hierzulande
00:28:08: Wenn Sie sagen, Lebensalter korreliert letztendlich mit einer zunehmenden Wahrscheinlichkeit von Demenz.
00:28:14: Ist es also so, dass wenn ich sehr alt werde in jedem Fall immer eine Demenz entwickeln?
00:28:19: Nein das ist nicht so und vor allem ist es nicht so.
00:28:24: Es gab auch vor ein paar Jahren meine ganz interessante amerikanische Studie.
00:28:27: die wird sehr hochrangig publiziert.
00:28:29: man könnte ja denn es gibt es gab natürlich findige Menschen die gesagt haben Mensch Ich will gar nicht so alt werden, denn dann werde ich ja nur dement.
00:28:38: Deswegen macht das gar keinen Sinn wenn mich jetzt besonders gesund lebe um alt zu werden.
00:28:43: und da gab es eine ganz interessante Studie die haben fünf modifizierbarer Lifestyle Faktoren kontrolliert.
00:28:50: dazu zählte Ernährung brauchen körperliche Aktivität und noch zwei andere Faktoren, die da jetzt genommen wurden.
00:28:58: Und da hat sich interessanter Geweise gezeigt als wenn man die eben entsprechend positiv adressiert dass man dann zum einen älter wird aber das dann auch der Anteil der Jahre die man nicht dement verbringt steigt.
00:29:11: Das finde ich eine ganz positive Aussicht.
00:29:13: also es lohnt sich so oder so gesund zu leben.
00:29:15: Man wird A ältern und B senkt man trotzdem trotz des höheren Alters die Chance dement zu werden.
00:29:22: Okay, da Sie das Thema Ernährung schon angesprochen haben.
00:29:24: Das kommt immer wieder in unseren Folgen vor auch dieses Mal.
00:29:27: Wahrscheinlich steht hinter dem gleich mediterrane Ernährungen ist der Schlüssel oder?
00:29:33: Ja, also Ernährung ist ja auch ein schwieriges Thema.
00:29:35: Es gibt unheimlich viele Studien die versucht haben durch eine Ernährungsintervention das Demenzrisiko zu senken und diese Studien sind eigentlich alle gescheitert.
00:29:43: Das bisher nicht gelungenes Laufen aber noch viele weitere Studien.
00:29:46: es wird noch mehr geben Und das ist auch der Grund warum Ernährungen tatsächlich noch nicht zu diesen vierzehn etablierten Risikofaktoren zählt obwohl man ja denkt ich glaube dass auch Dass das ein wichtiger Faktor ist so und So.
00:29:58: man nennt das ja die sogenannte mind-diät die zu Demenzprävention empfohlen wird, auch wenn das wissenschaftlich letztendlich noch nicht ausreichend belegt ist.
00:30:10: Ja, dazu zählt ja dass man besonders viel Gemüse essen soll.
00:30:14: Insbesondere grünes Gemüso also wie Spinat oder Grünkohl.
00:30:18: Viel Nüsse soll man essen ein zweimal die Woche Fisch ich glaube zwei mal die Woche Geflügelfleisch.
00:30:25: was bezelt noch dazu man soll?
00:30:26: und auf der anderen Seite gibt es eben eine Liste von von von Faktoren die man vermeiden soll und dazu zellt ja Butter rotes Fleisch Öl Also anderes Öl, nicht das Olivenöl.
00:30:39: Soll man natürlich benutzen?
00:30:39: Das ist natürlich Teil der mediterranen Diät und prozessiertes Essen natürlich und Süßigkeiten
00:30:47: Schade, okay.
00:30:48: Ärgerlich ne?
00:30:50: Ja hochverarbeitete Lebensmittel da sind wir wieder.
00:30:53: deswegen müssen wir noch mal kurz das Thema wechseln.
00:30:56: machen wir an der stelle immer im schlaf ist mir aufgefallen es auch nicht bei den vierzehn Faktoren.
00:31:00: warum nicht
00:31:00: richtig einzig und allein deswegen weil die evidenz nicht eindeutig ist und es vor allem keine intervention studien gibt die zeigen dass wenn man eine nennt man schlafschtürung adressiert dass man damit die demenz Inzidenz senkt.
00:31:16: Diese Studien gibt es schlichtweg nicht.
00:31:19: Ich glaube, das ist so unstrittig dass guter Schlaf wichtig ist.
00:31:23: man sagt auch Dass man ja diese also bei der Alzheimer Krankheit ist es ja so dass ein Kernbestandteil der Pathologie sind Ja die diese Eiweißablagerungen aus Amelitbetter einerseits und aus Tau andererseits eben auch diese Abbauprodukte Aus dem Zellstoffwechsel letztendlich im Schlaf noch besser aus dem Gehirn abtransportiert werden über klimatische Systeme und so weiter.
00:31:48: Und das, jetzt sagen wir mal chronischer Schlagschlafmangel oder wenig Tiefschlaf durch viel fragmentierten Schlaf, dass das negativ beeinflussen kann.
00:31:57: Das macht aus pathophysiologischer Sicht sicherlich Sinn.
00:32:00: Es ist aber eben keine eindeutige Evidenz,
00:32:04: Ich glaub, an dieser Stelle müssen wir zumindest einmal noch das Thema Alzheimer ansprechen.
00:32:08: Weil Guise hatte jetzt schon die ganze Zeit hier rum?
00:32:11: Vielleicht für alle, die wie ich auch nicht so firm sind in dem Thema ... Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?
00:32:17: Wie gehört das zusammen?
00:32:18: Was ist die Ursachen oder was sind die Ursache für das andere?
00:32:23: Genau also, ähm ... Der Begriff Demenz ist ein rein klinisch beschreibender Begriff.
00:32:29: Das heißt wenn ... Oder ich sag mal als Beispiel es kommt eine ... Patient zu mir in die Sprechstunde und berichtet, Mensch, ihr hättet jetzt Vergesslichkeit bei sich selber festgestellt.
00:32:38: Und dann gibt's einen Angerügen dazu der berichtet ja wir haben jetzt seit ein zwei Jahren doch fortschreiten das da jetzt vielen Angerügen aufgefallen eine Gedächtestörung.
00:32:46: es kommen immer wieder zu repetitiven Fragen auch im gleichen Gespräch und dass sei nun zwischen sehr auffällig.
00:32:53: und dann macht man einen kognitiven Test, wo man das eben auch objektivieren kann.
00:32:58: Dass eine über das Altersmaß hinausgehende Gedächtnisstörung vorliegt und dass es so ausgeprägt ist, dass das wirklich auch mit Alltagsfunktionen interagiert.
00:33:07: Also mein wegen kann betroffene Personen nicht mehr alleine einkaufen gehen oder was auch immer.
00:33:12: Das heißt Alltagesfunktion sind wirklich betroffen.
00:33:14: dann spricht man von einer Demenz.
00:33:16: Dann kann man in dem Moment schon sagen also theoretisch nach einem Erstkontakt hier liegt eine Demenz vor.
00:33:23: Dann ist unsere Aufgabe als Neurologen natürlich herauszufinden, was es eigentlich die Ursache von diesen kognitiven Defiziten.
00:33:30: Von der Gedächtnisstörung.
00:33:30: Es können auch Sprachstörungen sein.
00:33:32: Es kann also verschiedene kognitive Domänen betroffen sein.
00:33:35: nur Gedechnis ist sicherlich das häufigste im Alltag Und die Alzheimer-Krankheit ist von vielen möglichen Ursachen die häufigste.
00:33:42: Man sagt ganz grob gesagt, etwa zwei Drittel gerade bei älteren Menschen.
00:33:46: Zwei Drittel der Demenzerkrankungen sind Folge der Alzheimerkrankheit.
00:33:51: Es gibt daneben aber viele andere Krankheiten zum Beispiel auch eine andere häufige neurodegenerative Erkrankung ist die Parkinson-Krankheit.
00:33:58: Dann gibt es noch die frontotemporalen Demenzen in Folge einer frontotemporellen Lobärdegeneration.
00:34:03: Dies sind seltener als die Alzheimerkranke machen, aber eben auch eine Demenz und dann noch die Gruppe der sogenannten sekundären Demenzen.
00:34:11: Das heißt, man hat eine andere Erkrankung entweder des Gehirns oder des Körpers, die dann auch sekundär zu kognitiven Einschränkungen bis hin zu einer Demenz führt.
00:34:19: und das ist natürlich unsere Hauptaufgabe durch verschiedene Untersuchungen wir machen einen MRT, wir machen Nerven- und Wasseruntersuchungen oder verschiedene Laboruntersuchtungen also die verschiedensten Tests um die Ursache zu finden und da natürlich auch Ursachen spezifisch zu behandeln.
00:34:35: Wenn wir schon über Diagnostik reden, die ja total notwendig ist.
00:34:39: Damit Sie das selbst unterscheiden können?
00:34:40: Was ist es denn nun eigentlich?
00:34:42: Müssen wir an der Stelle auch wenn wir das gar nicht vorhatten trotzdem mal kurz auf die Therapien die möglichen eingehen?
00:34:47: also Stand jetzt gibt es ja tatsächlich gegen diese Ameloid Ablagerung im Gehirn noch nicht das Allheilmittel.
00:34:55: wie's da?
00:34:55: der stand
00:34:56: Genau!
00:34:56: Also das heißt jetzt sprechen wir ganz speziell über die häufigste Ursache der Mensch Die Alzheimer-Krankheit.
00:35:02: Bei der Alzheimer-Krankheit ist es so, dass man natürlich pharmacologische und nichtpharmacologische Therapieverfahren unterscheidet.
00:35:08: Bei den pharmakologischen Möglichkeiten ist esso, dass wir ungefähr seit der Jahrtausendwende die Gruppe der Acetylgulinesterasehemmstoffe haben.
00:35:16: Da gibt es drei Wirkstoffe, die zu dieser Gruppe gehören, die heißen Donnepizil, Gallantamin und Riverstikmin.
00:35:22: Die sind formal alle drei gleich wirksam.
00:35:24: Und was sie machen?
00:35:26: Die erhöhen die Konzentration des Botenstoffs oder Neurotransmitter-Azitykulin im Gehirn.
00:35:33: Dadurch werden die kognitiven Fähigkeiten des Patienten verbessert, stabilisiert.
00:35:40: Therapieziel ist auch hier, dass sich die Kognition nicht ganz so schnell verschlechtert.
00:35:45: als wenn man diese Therapie nicht macht.
00:35:47: Aber es ist nicht vollständig aufzuhalten?
00:35:50: Es ist keine Heilung, es ist eine rein symptomatische Therapie und trotzdem werden die betroffenen Patienten schlechter werden.
00:35:56: Aber sozusagen ist verbessert den Verlauf eindeutig und das ist die Standardtherapie für Menschen mit kognitiven Defiziten in Folge der Alzheimer-Krankheit.
00:36:07: Und sie wird auch weiterhin eingesetzt so.
00:36:12: dem vergangenen Jahr, also im Jahr zweitausendfünfundzwanzig wurden von der europäischen Arzneimittelkommission zwei monoklonale Antikörper zugelassen zur Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit.
00:36:22: Die heißen Lekanemapp und Donahnemapp.
00:36:25: Und beide Antikörper sind seit Ende letzten Jahres oder seit Ende Zweitausendschwanzig auch auf den deutschen Markt verfügbar.
00:36:32: Und die greifen direkt diese Amliedablagerung im Gehirn von Menschen mit der Alzheimer-Krankheit ab und räumen die auch an.
00:36:39: Und räumen sie eben sehr effektiv aus dem Gehirn ab, also dieser Mechanismus, der klappt ganz fantastisch!
00:36:46: Die führen eben auch – das zeigen zwei große Phase drei Studien dazu -, dass das Fortschreiten der kognitiven Defizite etwas verlangsamt wird.
00:36:56: Auch da ist es aber natürlich so, es ist keine Heilung.
00:37:00: sondern eben nur ein verlangsamenes Fortschreitens.
00:37:04: Um die Anerkennung dieser Therapien ist man ja gerade so ein bisschen im Streit, möchte man sagen.
00:37:09: Da können wir an der Stelle auch noch gar nicht wirklich formulieren aber aus rein wissenschaftlicher Sicht sind Sie überzeugt von diesen Antikörpern?
00:37:17: Ja oder nein?
00:37:18: Ja, auch das kann man nicht in einem Satz zusammenfassen.
00:37:23: Aus wissenschaftlicher Sicht finde ich diesen Ansatz hervorragend und es ist ein ganz großer Fortschritt weil es sozusagen eine ja dreißig Jahre ... dreißig jahrelange Forschung zum Thema der Amelitpathologie bei der Alzheimer-Krankheit, sich also ein langer Forschungskreis im Prinzip schließt.
00:37:41: Und es ist glaube ich ein großer Fortschritt, dass man jetzt Medikamente auf den Markt gebracht hat die überhaupt eine Wirksamkeit zeigen.
00:37:49: von der Größe des klinischen Effektes muss man natürlich ganz klar sagen Es ist nicht das was man sich erhofft.
00:37:55: und man muss auch sagen, dass der Aufwand, den man für die Therapie vorbereitet für die Therapiedurchführung, das Therapiemonitoring.
00:38:07: Der Aufwand der dafür erforderlich ist im Moment sehr groß ist und man sich natürlich für so eine häufige Krankheit einfacher anwendbare Medikamente wünscht.
00:38:18: Nichtdestotrotz finde ich es ein ganz wichtiger Schritt.
00:38:20: Ich glaube auch dass für einzelne Patienten einen ganz klar klinischen Nutzen mit diesen Medikamenten herausholt.
00:38:30: Ich wünsche mir schon, dass es uns möglich sein wird diese neuen Antikörper in größerem Stil einzusetzen.
00:38:39: Weil ich denke schon, das man damit für die Betroffenen einen Nutzen erzielen
00:38:42: kann.".
00:38:43: Jetzt ist das ja schon erstmal eine bisschen ernüchternde Diagnose, die man ankriegt.
00:38:50: Wenn man vielleicht als Betroffener hört Ja, das ist Demenz und als Angehöriger was kann man denn?
00:38:56: selbst noch machen dann eigentlich.
00:38:58: Also jetzt haben sie über die medikamentöse Einstellung vielleicht gesprochen, aber gibt es auch Dinge, die man als Betroffener oder auch als Angehörige tun kann wenn jemanden hat der an Demenz erkrankt ist?
00:39:07: Selbstverständlich!
00:39:08: Es ist so dass das ganze Thema der modifizierbaren Risiko-Faktoren über das wir eben gesprochen haben Das gilt aus meiner Sicht auch für an Demens oder an kognitiven Defiziten allgemein gesprochen erkrankte Menschen.
00:39:23: Wenn man also einen gesunden Lebensstil Und so fasse ich den jetzt mal zusammen.
00:39:27: Wenn man einen gesunden Lebensstil pflegt, also kardiobaskläre Risikofaktoren gut einstellt, körperlich geistig und sozial aktiv ist, dass man damit eben nicht nur das Auftreten der ersten Symptome nach hinten verschiebt sondern auch das Fortschreiten bei bereits Erkrankten verlangsamt.
00:39:43: Das glaube ich schon!
00:39:45: Was würden Sie jemandem empfehlen, der symptomlos ist und in seinen Dreißigern?
00:39:49: Also ich wäre dieses Jahr dreißig.
00:39:50: Was kann ich konkret tun um mein Gehirn jetzt fit zu halten?
00:39:54: also ich sollte irgendwelche Rätsel wieder machen tanzen gehen.
00:39:59: Ich glaube wir haben einmal irgendeinem anderen Interview darüber gesprochen dass Tanzen eigentlich supergut ist für es gehen weil sowohl körperlich fördert aber auch geistig.
00:40:06: also vielleicht noch mal ein Tanzkurs besuchen oder so.
00:40:07: ...
00:40:11: ein unheimlich tolles Hobby ist.
00:40:14: Und ich habe auch ... ... Patienten mit alzheimer Krankheit, die schon seit vielen Jahren betreue... ... die mir da spontan in den Sinn kommen und die mir berichten, oh sie haben im Tanzkurs,... ... das heißt dann fit im Alter oder da gibt es also verschiedene Anbieter,... ...die eben auch in einem fortgeschrittenen Demenz-Stadium immer noch im Tanzkurse unterwegs sind.
00:40:37: Beim Tanzen machen sie natürlich körperlich aktiv.
00:40:40: Und sie sind sozial aktiv und ich glaube, das ist das Beste was Sie für Ihre Gehirngesundheit letztendlich machen können.
00:40:47: Das nehme ich jetzt mit Anja.
00:40:48: wir buchen Tanzkurs.
00:40:49: Ja machen wir gerne Sumba Gold wäre ja so.
00:40:53: Es ist mit Sicherheit viel effektiver als Kreuzworträtsel lösen.
00:40:57: Nichtdestotrotz hin und wieder mal ein Kreuzforträtzel ist auch nicht schlecht!
00:41:01: Ich mache gerne Doku tatsächlich.
00:41:03: Ich bin
00:41:03: dann eher bei Scrabble aber es okay.
00:41:06: Wie halten Sie denn Ihr Gehirnen fit?
00:41:07: Gute
00:41:07: Frage ne also... Ich mache das ähnlich.
00:41:10: Im Sommer gehe ich gerne Tennis spielen, Tennis zählt interessanterweise auch zu den Sportarten die als besonders demenzpräventiv gelten.
00:41:18: kann gar nicht genau erklären warum aber muss
00:41:21: den Ball so verfolgen.
00:41:24: Es gibt viele Faktoren.
00:41:25: im Winter gehe ich joggen und ansonsten beschäftige mich viel mit meinen drei kleinen Kindern.
00:41:30: Die halten mich
00:41:31: auftragen.
00:41:32: Und
00:41:32: versuche, dass der Schlaf nicht allzu fragmentiert wird!
00:41:36: Das ist eine Herausforderung bei drei Kindern und das kann ich mir gut
00:41:38: vorstellen.
00:41:40: Bevor wir aber den Ausblick eben zu den Folgen, die demnächst sind haben ja noch ein paar Fragen aus unserer Community, die wir vielleicht auch noch schon einwerfen können.
00:41:46: Paar haben wir schon angerissen, aber ich glaube, die vier kriegen wir auch noch ganz gut unter.
00:41:52: Nachgefragt – Fragen aus der Community.
00:41:56: Ich bin super toll, Patsche.
00:41:57: Ich lass jeden Tag mindestens einmal was fallen!
00:41:59: Ist das noch normal?
00:42:00: fragt da uns jemand auf Instagram?
00:42:01: Was würden Sie dazu sagen?
00:42:03: Also ohne jetzt die genauen Hintergründe zu kennen ist die Frage natürlich sehr schwierig zu beantworten aber wenn einem hin und wieder mal ein Teller aus der Hand fällt dann ist das sicherlich kein Hinweis auf eine Demenzerkrankung.
00:42:15: Sehr gut, das ist doch bestimmt beruhigend.
00:42:18: Wir hatten das gerade schon.
00:42:19: Welche alltäglichen Dinge kann ich tun, um meine kognitiven Leistungen zu verbessern?
00:42:22: Wir waren jetzt eher bei der Hobby-Sparte.
00:42:24: Gibt's auch Dinge, die im Alltag ... weiß ich nicht.
00:42:27: Irgendwas zählen, wenn ich auf der Straße unterwegs bin, parallel mein Alltag integrieren?
00:42:31: oder ist es mal was wie wenn ich am Schreibtisch sitze, doch mal rausgehen in der Mittagspause und meinen Gehirn wieder anders zu beschäftigen als nur auf dem Bildschirm zu starren, gibt's da irgendwas wo Sie sagen, dass man gut in den Alltag integrieren
00:42:43: kann?
00:42:44: Nein!
00:42:44: Also ich glaube... Ich glaube ganz wichtig bei dem Thema ist ja, dass man selber nicht so in einen Kreislauf kommt.
00:42:53: Dass man denkt Mensch ich will jetzt mein Leben darauf ausrichten demenzpräventiv zu sein denn dann muss man ehrlicherweise sagen geht hier auch viel Spaß im leben verloren und Das kann im Umkehrschluss auch wiederum zu sozialer Isolationen und vielen anderen Themen führen.
00:43:10: Ich glaube, das Wichtige ist, dass man mit dem Thema insgesamt entspannt umgeht.
00:43:14: Und es gibt ja diesen Titel vom Weltalsammer Report XXIII, wo man sagt, man kann mit Demenzprävention nie früh genug anfangen, aber es ist auch nie zu spät damit anzufangen.
00:43:26: Und das ist eigentlich ein Hoffnungsstiften da ... ... Pell an alle, dass man gerade wenn man jung ist und das Thema Demenz eigentlich überhaupt keine Rolle im Leben spielt.
00:43:38: Dass man doch hin und wieder sich hinterfragt und sagt ach Mensch... An der Stelle konnte ich vielleicht doch mehr auf Körpergesundheit damit auch Gehirn Gesundheit achten.
00:43:48: Und umgekehrt kann man auch sagen wenn man eben schon älter ist und ich denke oh Mensch was habe ich vor zehn oder zwanzig Jahren da eigentlich mit meiner Gesundheit gemacht?
00:43:57: Dann kann man ... der Getruß drüber hinweggehen und sagen, Mensch ich fange einfach heute an.
00:44:01: Und wer hat den einen oder anderen Faktor entsprechend adressieren?
00:44:05: Ich glaube es gibt nicht den einen Faktore der für alle Menschen gilt.
00:44:09: Ich glaube das ist sehr unterschiedlich ob man als Individuum mehr auf körperliche Aktivität achtet indem man eben abends doch noch mal ein Spaziergang einbaut... ...oder vielleicht doch nach Sportgruppe beitritt oder eben wie Sie sagen in der Mittagspause sich eine halbe Stunde betätigt.
00:44:27: Also ich glaube, das ist sehr individuell und da gibt es nicht den einen Ansatz für alle.
00:44:34: Die dritte Frage die uns erreicht hat ist, wer hat noch schon das Thema Ernährung?
00:44:37: Ob es denn Superfoods gibt, die explizit für unser Gehirn sind?
00:44:41: Da denkt man natürlich direkt an die Walnos, denn sie sieht ja auch quasi aus wie ein Gehirne.
00:44:44: Gibt es da so andere ... Nahrungsmittel, die supergut fürs Gehirn sind?
00:44:50: Ich glaube wir haben eben kurz drüber gesprochen.
00:44:51: Also ich glaube das A und O ist viel Gemüse insbesondere grünes Gemüso.
00:44:55: dazu kommen genau Beeren also Erdbeeren Blaubären Himbeeren Zellen dazu.
00:45:00: Nüsse zählen auch auf jeden Fall dazu insbesondere die Walnos.
00:45:04: aber ich glaube noch wichtiger sind die sind die No-Gos Und ich glaube man tut sich viel Gutes wenn man von gezuckerten Limonaden zum Beispiel Abstand hält und hochprozessiertes Essen nicht allzu viel konsumiert.
00:45:22: Das ist ja bei allen Ernährungsinterventionen immer so, ich glaube wichtig ist das man nicht absolutistisch daran geht also dass man sagt das und gar nicht weil das hängt kaum ein Mensch durch und es ist nicht praktikabel.
00:45:35: Ich glaube wichtiger zu sagen, dass das Ziel von dem und dem mehr und von dem weniger ist und wenn man das beherzigt hat man glaube schon enorm viel geschafft.
00:45:44: Vierte Frage.
00:45:45: Was hat ein gutes Hören und gutes Sehen für einen Einfluss auf unsere Gehingesundheit?
00:45:50: Gerade
00:45:50: das Hören ist ein besonders wichtiges Thema, weil es einfach auch natürlich etwas sehr Häufiges ist, dass man mit zunehmendem Alter schlechter hört.
00:45:59: Und Hörgeräte werden von vielen Menschen als lästig empfunden – total nachvollziehbar!
00:46:05: Aber wenn man schlechter hört, dann das beginnt ja damit, dass man vor allem in größeren Runden schlecht hört.
00:46:11: Also es heißt, wenn man sich im eins zu eins Gespräch unter vier Augen in ruhiger Umgebung trifft, dann ist das Problem lange Zeit gar nicht evident.
00:46:19: aber wenn man ein größer Runde am Tisch sitzt oder vielleicht im Restaurant sitzt mit vielen Hintergrundgeräuschen oder wo auch immer Dann ist das problem da und dann führt das unweigerlich dazu Dass man diese Situation meidet Und das führt im Umkehrschluss zur soziale Isolation ganz entscheidender Risikofaktor für die Menserkrankung.
00:46:37: Und deswegen kann man einfach nur jedem Menschen raten, der im Laufe des Lebens oder dem Alter ja schwerhöriger wird so früh wie möglich mit Höhrgeräten anzufangen, denn das Problem dabei ist dass je später man anfängt es so wiriger wird es dann anzufang weil dann der Sprung als sozusagen wenn man dann die Hörgeräte einsetzt als unangenehm empfunden würde.
00:47:02: Das Gehör oder das Gehirn gewöhnt sich daran, weniger Hintergrundgeräusche zu hören.
00:47:07: Was dann irgendwann auch als angenehm empfunden wird und dann ist es ja so eine Art Teufelskreis.
00:47:12: Wenn das Problem auftritt kann man gar nicht früh genug anfangen das entsprechend zu versorgen.
00:47:16: Perfekt!
00:47:17: Also dann genau Podcast-Hören immer schön weiter bei uns zuhören denn das Schaden kann auf jeden Fall eurer Gehingesundheit auch förderlich zugutekommen.
00:47:25: Vielen Dank an Sie, Herr Dr.
00:47:26: Pavlovsky!
00:47:27: Das war wirklich sehr spannend und ich glaube wir haben viel für uns mitgenommen also Tanzkursanmeldungen und wieder Gehirnjogging runterladen.
00:47:34: alles machen wir jetzt demnächst hoffentlich so wie wir ja eigentlich alles versuchen immer aus unseren Folgen mitzunehmen der guten Ernährung mehr Sport Ja, wir gucken mal... Und viel
00:47:41: Scrabble
00:47:42: Wie wir uns noch selbst optimieren können an dieser Stelle.
00:47:45: Danke auch für euer Ohr, zumindest wisst ihr jetzt das Gutes hören schon mal.
00:47:49: ein Erfolgsfaktor ist geistig möglichst lange auf der Höhe zu bleiben.
00:47:52: aber klar ist auch Wir haben es eben nur zum Teil in der Hand ob wir am Ende Demenz werden oder nicht.
00:47:57: Vorsorge ist auf dem Gebiet Aber extrem wichtig.
00:48:00: die beiden nächsten folgen sind dann solo Projekte mit Schwerpunkt jeweils auf Frauen Gesundheit.
00:48:04: Anja macht im Mai dann mal Pause.
00:48:06: Da werde ich mich dann beschäftigen mit einem Gast zum Thema Endometriose.
00:48:11: Total wichtig, und das wird ja in den nächsten Jahren oder der letzten Jahr ist es auch immer mehr zum Thema geworden und soll hoffentlich noch mehr Thema werden.
00:48:18: Bis dahin hört uns gerne weiter!
00:48:19: Liket den Podcast, abonniert uns.
00:48:22: Wir freuen uns natürlich auch immer auf eure Kommentare.
00:48:24: Alles Wissenswerte zu dieser Folge findet ihr natürlich immer in den Shownauts.
00:48:28: Herzlichen Dank!
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